Chronik SV St. Märgen

Schon vor der Vereinsgründung gab es in St. Märgen fußballbegeisterte Jugendliche, die in den Nachbarorten ihr Hobby auslebten. Auf Drängen dieser Jugendlichen und durch die Initiative von Max Schwer und Josef Simon wurde am 4. Mai 1957 unter Leitung von Bürgermeister Karl Faller und Tierarzt Dr. Otto Eckert die Gründungsversammlung abgehalten. 33 Personen trafen sich im Löwen und gründeten den „Sportverein St. Märgen“ mit seinen Vereinsfarben Rot-Weiß.

 

1.Vorstand wurde Max Schwer, 2. Vorstand Josef Simon, 1. und 2. Schriftführer Wolfgang Simon und Erich Rombach, 1. und 2. Kassierer Walter Faller und Hermann Weber. Zum Spielführer und Gerätewart wurde Günter Hog gewählt, zum Platzwart Hermann Trenkle.

Die Sportplatzfrage konnte Karl Faller in seiner Position als Bürgermeister klären: Das Gemeindepachtfeld beim Vogelhof wurde dem neu gegründeten Verein zur Verfügung gestellt, die Gemeinde übernahm die Pacht.

 

So fand sich im Herbst 1957 die 1. Mannschaft zusammen und nachdem man sich beim Südbadischen-Fußball-Verband anmeldete konnte man in die 1. Saison starten. Allerdings erst nachdem unter Leitung von Max Schwer der Fußballplatz spielbar hergerichtet wurde. Die erste Spielzeit verbrachte man in der C-Klasse des Bezirks Freiburg, der Verein zählte im Gründungsjahr bereits 52 Mitglieder.

 

Im Jahre 1958 wurde der Platz in Eigenarbeit verbessert und ausgebaut, außerdem trug man sich am 11. Juli im Amtsgericht Freiburg in das Vereinsregister ein.

Man wechselte 1959 in das eigene Kreisgebiet (Bezirk V Hochschwarzwald) und wurde 1960 ohne Niederlage Bezirksmeister und stieg in die B-Klasse auf.

 

Im Januar 1962 gab es den ersten Wechsel an der Spitze des Vereins, neuer Vorstand wurde Matthias Kner, der den beruflich eingespannten Max Schwer ablöste. Etwa zur gleichen Zeit wurde eine weitere Trainingsmöglichkeit für schlechtes Wetter durch die Fertigstellung der Turnhalle geschaffen.

 

Ab 1964 wurde ein großes Projekt in Angriff genommen: Bau eines eigenen Clubhauses! Trotz Finanzschwächen des noch jungen Vereins konnte durch Holz- und Baustoffspenden, hunderten Stunden Eigenleistung und die Hilfe der ansässigen Handwerker dieses Projekt unter dem Organisator Josef Schmidt vollendet werden.

Am 1. August 1965 segnete Pfarrer Albert Bernauer im Rahmen einer Festlichkeit, verbunden mit einem Waldfest die neuen Räume. Bürgermeister Faller sprach die Glückwünsche der Gemeinde aus. Nun hatte der SV eine eigens Clubheim mit Umkleiden, Duschen, Toiletten und als Schmuckstück einen großen Aufenthaltsraum. Der Wert wurde damals auf ca. 30.000 DM beziffert, wovon etwa 7.500 DM vom Verein erbracht wurden, der Rest war Eigenleistung und Spenden.

 

1967 gab es einen weiteren Wechsel beim 1. Vorstand: Josef Schmidt übernahm dieses Amt.

In diesen Zeitrahmen fällt die Vergrößerung des Platzes um 10 Meter in Länge und Breite, der Verein hatte bereits um die 150 Mitglieder, 15 Aktive spielten in der 1. Mannschaft, 15 bei den Alten Herren und 14 in der Jugend. Ab 1967 gab es auch den St. Märgener Wanderpokal, der zum 10jährigen Bestehen des SV eingeführt wurde.  

 

1969/1970 gelang der Aufstieg in die A-Klasse, was damals der Bezirksklasse entsprach, hier konnte der SV nun 13 Jahre lang seine fußballerischen Qualitäten unter Beweis stellen.

1972 begann mit den Planungen des Clubhausanbaus, um für die steigende Anzahl von Mitgliedern und Spielern angemessenen Platz zu schaffen. Dieses Vorhaben konnte 1974 fertig gestellt werden.

 

Ende 1975 wechselte der Vorstandposten zu Gerhard Dold, der Verein hatte inzwischen um die 250 Mitglieder.

 

1977 feierte der SV St. Märgen sein 20jähriges Bestehen und die Gründungsmitglieder wurden mit der Gründer-Ehrennadel geehrt. Sportlich konnte man sich nicht in den oberen Klassen halten und 1981 war man wieder in der B-Klasse angelangt. In diesem Jahr wurde Dieter Duffner 1. Vorstand, der den Sportverein für 6 Jahre in dieser Position führte.

 

1984 wurde die selbständige Radsportabteilung des SV gegründet und 31 Radler traten als neue Mitglieder in den SV ein.

 

1987-1991 spielte man wieder in der A-Klasse. In dieser Zeit war Ali Goldschmidt der 1. Vorsitzende.

 

1988 wurde die Abteilung Kinderturnen neu gegründet, 1992 die Jugendabteilung.

 

Von 1991 bis 1996 führte Gerhard Lickert den Verein.

 

Nach 4 Jahren B-Klasse stieg man 1995 wieder in die A-Klasse auf, die Anzahl der Vereinsmitglieder lag inzwischen bei über 500.

 

Im Jahr des 40ten Jubiläums übernahm Mick Lickert für 2 Jahre den Posten des 1. Vorsitzenden.

 

Danach wurde es ruhiger um den Sportverein und 2 Jahre lang wurde der Sportverein ohne 1. Vorstand geführt. In dieser Zeit übernahm der langjährige 2. Vorstand Werner Schuler das Kommando.

 

Erst 2001 übernahm Roland Roth die Verantwortung für den Verein für 2 Jahre. Am Ende seiner Vorstandschaft reifte der Plan des neuen Vereinsheims richtig heran.

 

Als Andreas Lickert 2003 1. Vorstand wurde, konnte dieses Projekt in Angriff genommen werden und im Oktober 2004 war der offizielle „Spatenstich“ des Neubaus, der als Gemeinschaftsprojekt das neue Clubhaus eine Gaststätte, geräumigen Kabinen, eigenen Räume für die Radsportler und eine Mehrzweckhalle des Reit- und Fahrvereines beherbergen sollte.

 

2005 wurde das Clubhaus mit sehr viel Eigenleistung und Engagement der Vereinsmitglieder und Unterstützung der ansässigen Handwerker errichtet und ausgebaut.

 

2005 wurde ausserdem der Förderverein SV St. Märgen zur Unterstützung des Sportvereins gegründet. Zum ersten Mal wurde auch der St. Märgener Strassencup ausgetragen, der bei Zuschauer und Spielern sehr gut ankam.

 

Im Mai 2006 wurde das „alte“ Clubhaus mit einem lachenden und einem weinenden Auge abgerissen und wir zogen in das neue Clubhaus um. Auch sportlich ging es bergan: am Ende der Saison 05/06 stand der Aufstieg in die Kreisliga A fest. Auf dem Sportplatz kann man seit Oktober 2006 nun auch die Bandenwerbung einiger Sponsoren bewundern, deren finanzielle Unterstützung unserem Verein, gerade bei einem Neubau sehr hilft.

 

Im März 2007 übernimmt Julia Maurer die Gaststätte und eröffnet das „Champions“, so dass wir nun ein wunderschönes Clubhaus mit allem was man sich wünschen kann unser Eigen nennen.

 

Das Jahr 2007 ist auch gleichzeitig ein Jubeljahr: 50 Jahre Sportverein St. Märgen galt es ausgiebig zu feiern. Im März fand ein grosses Festbankett statt, und im Juli ein 3-tägiges Jubiläumsfest mit viel Party und guter Laune, einem Altherrenturnier, Jugendspielen und dem 3ten St. Märgener Strassencup.

 

Im Juni 2010 wurde im aktiven Bereich der Herren eine sehr erfolgreiche Saison zu Ende gespielt. Das Ergebnis dieser Saison waren die Aufstiegsspiele in die Bezirksliga gegen den FV Tennenbronn. Nach zwei sehr knappen Spielen konnten wir uns leider nicht gegen Tennenbronn durchsetzen.

 

Im Februar 2014 übernehmen Gerdi und Roland Mauerer die Pacht der Vereinsgaststätte und eröffnen das "Abseits". Nach einiger Zeit in Eigenregie konnte endlich wieder eine sehr gute Lösung für den Gaststättenbereich gefunden werden.

 

2017 konnte endlich unser langersehntes neues Flutlich in Betrieb genommen werden. Wie auch schon beim Clubhausbau wurde das Projekt mit erheblichen Eigenleistungen realisiert.